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Regionalgruppe RheinMain trifft sich online

22. Mai 2020

Nach einem ersten Vertraut werden in unserem neuen Raum, einem Erfahrungsaustausch zur Stimmung in der Corona Zeit und zu Fragen der Datensicherheit in Zoom, entschied sich die Gruppe für ein Protagonistenspiel.

Anatoli Pimenidou brachte ihre Erfahrungen aus einem FEPTO Training mit Marcia Karp ein und leitete zusammen mit Uwe Mettlach die Arbeit. Noch einmal herzlichen Dank an die Protagonistin und die beiden Leitungen für diese besondere Erfahrung!

 

 

 

 

 

 

 

 

Mai 2019 – Soziodramatische Netzwerkanalyse

19. Juni 2019

Die „Soziodramatische Netzwerkanalyse“ war das Thema des Abends. Sie ist eine handlungsorientierte Methode, die Kersti Weiß für Supervision, Coaching und Organisationsentwicklung entwickelt hat. Auf einem Chart konnte jeder einzelne für sich die eigene Verletztheit und relevante sozialen Beziehungen reflektierten. Erkenntnisse, Änderungswünsche und Ressourcen tauschten wir in Kleingruppen und im Plenum aus.

Anschließend lud Uwe Mettlach die Gruppe zur Lösung eines spannenden und aktuellen Kriminalfalls ein. Mit einer ausgeklügelten Reihenfolge an Fragen entwickelte die Gruppe mit Hilfe von soziometrischen Aufstellungen in den Rollen möglicher „Täter“ spannende Hypothesen zu Motiven und Einzelheiten der Tat. Eines sei hier verraten: Die Gruppe war sich einig! Nichts damit zu tun hatte wie immer der Gärtner.

Herzlichen Dank an Kersti Weiß und Uwe Mettlach für den erkenntnisreichen und kurzweiligen Abend!

 

November 2018 – Zauberwald zum Jahresausklang

23. November 2018

Als Leitungen des Abends luden Rosi von Knebel und Manuela Lunze die Regionalgruppe in den „Zauberwald“ ein. In dem Gruppenspiel zu Jahresausklang hatten die Teilnehmer Gelegenheit sich spontan in resourcevollen Rollen auf das neue Jahr einzustimmen.

August 2018 – Gruppenprozess + Karriereberatung psychodramatisch Teil 2

23. August 2018

Nach einer langen Phase mit themen-/und methodenorientierten Abenden, gab es Raum für die Gruppe und den Gruppenprozess. Es war gut zu sehen, dass die Selbststeuerung der Gruppe funktioniert. Alle nehmen mit, was ihnen wichtig ist. Und das ist durchaus unterschiedlich: „andere Psychodramatiker in Region kennen lernen“, „Psychodrama machen“, „vertraute Gesichter wieder sehen“, Input bekommen und neues lernen“, die Gruppe nutzen, um etwas ausprobieren zu können“, „Leitungserfahrung sammeln“, „Spaß haben“ uvm.

An diesem Abend ging es auch noch einmal vertiefend um die eher formellen Aspekte der Karriereberatung: Über welche Wege Menschen in die Karriereberatung kommen, wann, wo und wieviel Beratung stattfindet etc. Auch gab es für die Gruppe ein paar weitere Methoden aus dem Handwerkskoffer des Psychodrama in der Begleitung von Menschen in beruflichen Veränderungssituationen und auch kleine Impulse zum mitnehmen für jeden. Leitungen des Abends: Uwe Mettlach und Gudrun Koch

Juli 2018 – Karriereberatung psychodramatisch – Teil 1

23. Juli 2018

Im Anwendungsfeld der Karriereberatung hat das Psychodrama viel zu bieten. Der kreative Zirkel diente der Gruppe als Ausgangspunkt und als Orientierungsrahmen für individuelle Veränderungslagen. Die Regionalgruppe hat an diesem Abend mit typischen Arbeitsformen in der Karriereberatung experimentiert: Mit Lebenslinien und Rolleninterviews, mit dem Kollegialen Interview und Rollentauschen in die Zukunft. Leiterin war Dipl.-Psych. Gudrun Koch, Karriereberaterin aus Frankfurt.

Februar 2018 – „Mein Feind“

23. Februar 2018

Unter der Überschrift „Umgang mit meinem Feind“ stellte Rosi von Knebel wesentliche Elemente aus einem ihrer erprobten Workshop Formate vor. Aus den anfangs fragenden Gesichtern  – „Wieso Feind? Ich habe keinen!“ – wurde an diesem Abend sehr schnell ein: „Oh, da fällt mir doch was ein“. Und auf dem einst leeren Stuhl lernten wir schnell so manche vielerseits bekannte Feinde kennen. Mit Skulpturen und in Stegreif Szenen wurden Begegnungen vertieft und Einsichten gewonnen. In Rosie´s Zauberladen gab es dann zum Abschluss für alle noch die richtig Zutat für den Umgang mit so manchem schwierigen Gesellen. Danke liebe Rosie für diese Express Reise in´s Land der „Feinde“.

Mai 2017 – Lebendige Zeitung

28. August 2017

Die Themen in Politik und Gesellschaft gehen uns an. Aktuell sind sie so präsent wie lange nicht. Die lebendige Zeitung greift die Themen auf, die uns bewegen und setzt es szenisch um. Die Regionalgruppe Rhein-Main arbeitet und experimentiert in diesem Jahr zwei Mal mit der Lebendigen Zeitung: Am 21. Mai 2017, 19 – 21 Uhr, unter der Leitung von Marlies Arping und an einem weiteren Termin, den wir noch bekannt geben.

Moreno hat die lebendige Zeitung für die Arbeit mit Gruppen genutzt*. Schlagzeilen aktueller Zeitungen werden in Bildern oder Szenen umgesetzt. Protagonisten der Artikel betreten die Bühne. Erlebbar werden Haltungen, Motive, Ziele, gegenseitigen Erwartungen und Gefühle der Protagonisten und ihrer Gegenspieler. Auf der Bühne entstehen z. B. Dynamiken der Öffnung und Abschottung, Zuwendung und Abwendung, Impulse für Veränderung, Tendenzen der Beharrung uvm.

In welcher Rolle die Teilnehmer die Bühne auch betreten, die Erlebnisse und Begegnungen erweitern die Sicht auf das Thema, seine Protagonisten, die Motive beteiligter Interessengruppen und Dynamiken zwischen Gruppen. Die lebendige Zeitung erwärmt für Szenen, die nach Möglichkeiten der Veränderung oder der Beantwortung vertiefender Fragen suchen.

Auch bei einem der nächsten Treffen lassen wir Zeitungen wieder lebendig werden. Nach der Aktionsphase gibt es die Möglichkeit methodische Aspekte und persönliche Bezüge in der Gruppe zu reflektieren.

Eingeladen sind interessierten PsychodramatikerInnen im Rhein-Main-Gebiet.

*“Living Newspapers“ im Theater der Unterdrückten (Augusto Boal) sind eine andere Form.

Aug. 2017: Im Fadenkreuz von Nähe + Distanz / Überlegenheit + Unterlegenheit uvm.

12. August 2017

Mit Empathie und Spielfreude entwickelten die Teilnehmer an diesem Abend spontan die Rollen einer möglichen Klientengruppe und übernahmen sie in den folgenden Übungen und Prozessschritten. Im Zeitraffer wurde so ein ca. einjähriger Gruppenprozess von der Einstiegssoziometrie bis zur Prozessreflexion in kleinen Szenen spürbar. Die Beziehungsthemen von Nähe und Distanz oder Überlegenheit und Unterlegenheit waren dabei Ausganspunkte zu Beginn des Gruppenprozesses.

Die beiden Leiterinnen des Abends luden zu vielen kleinen Stippvisiten im Prozess einzelner und der Gruppe mit typischen psychodramatische Arrangements und Handlungstechniken ein. Vielen Dank für die Einblicke in eure Arbeit, Anatoli und Martina!

Die Termine der nächsten Treffen der Regionalgruppe findet Ihr im Kalender.

Februar 2017 Modelle kreativ erweitern: Tetralemma mit Antagonist

22. März 2017

So hatte Uwe Mettlach Ende 2016 das Durchschreiten des Tetralemmas angeleitet. Das Tetralemma ist eine systemische Strukturaufstellung von Insa Sparrer und Matthias Varga von Kibéd und stammt aus der indischen Philosophie. Es geht um eine Dilemma-Situation, also eine Entscheidung, die das Gegenteil von ihr ausschließt: Wenn ich  z.B. meinen Wohnort wechsele, kann der Kontakt zu meinen Freunden nicht genauso bleiben, als wenn ich am Ort wohnen bleibe. Es werden vier Positionen aufgebaut: Das Eine, das Andere, Beides, Keines von Beiden. Im Durchschreiten dieser Positionen kann die Person, die eine Entscheidung treffen will oder muss, reflektieren, welche Entscheidung ihr am meisten liegt. Es gibt noch eine fünfte Position, die auch über die vierte Position hinausführt: „All dies nicht  und selbst das nicht“. So kann der gesamt Fragenkomplex verlassen werden.

Als Uwe uns diese Strukturaufstellung in der Regionalgruppe vorstellte, ergab sich im Prozess, dass an den vier Positionen immer wieder ein Antagonist erschien.
So entstand die Überlegung, das Modell des Tetralemmas um einen Antagonisten an allen vier Positionen zu erweitern. Sabine Wigard erklärte sich bereit, dies vorzubereiten.

Im Februar 2017 war es dann soweit:  Sabine baute die vier Positionen des Tetralemmas auf und forderte den Protagonisten auf, den Antagonisten für die Position „das Eine“ zu benennen.

Entscheidungen im Tetralemma mit Antagonist

Die Erweiterung um den Antagonisten geschieht aus der Überlegung heraus, dass in der Auseinandersetzung mit dem Antagonisten das Gefühl für die verschiedenen Positionen und die Implikationen, was die jeweilige Position bedeutet, deutlicher spürbar wird.

Der Antagonist ist entweder eine Person, ein Gefühl oder eine Motivation. Es kommt darauf an, mit welchem Gefühl der Protagonist auf die Position „das Eine“ geht: Wenn es um eine Beziehungsklärung geht, wird der Antagonist eine Person sein. Wenn er z.B. aus dem Gefühl eines schlechten Gewissens heraus auf die erste Position geht, kann der Antagonist das Gefühl „das schlechte Gewissen“ sein.

Der Antagonist wird eingedoppelt und in dem der Protagonist in der Rolle seines Antagonisten geht, gibt er eine Botschaft an den Protagonisten, also an sich selbst. In allen vier Positionen wird diese Botschaft vom Antagonisten gegeben und im Rollentausch mit diesem können handelnd innere Konflikte des Protagonisten deutlich werden.
Fällt dem Protagonisten nichts für die Position „Beides“ oder „Was ganz anderes“ ein, so können die TeilnehmerInnen aus dem Publikum Vorschläge machen. Am Ende wird der Protagonist gefragt, auf welcher Position er sich am wohlsten gefühlt hat. Dazu kann er sich ev. noch einmal alle Botschaften anhören. Es kann auch hilfreich sein, die Person, die den Antagonisten spielt, spontan nach seinen Gefühlen zu fragen, sodass der Protagonist noch weitere Informationen erhält.
Falls noch Zeit ist, kann der Protagonist auf der Position, die ihm am meisten gefällt, noch gefragt werden, wie zufrieden auf einer Skala von 0 bis 10 er mit der Entscheidung ist. Die Frage „Was müsste geschehen, damit zu zwei Punkte höher stehst?“ kann helfen, die weitere Entscheidungsentwicklung vorzubereiten.
Am Schluss gibt es in einer Auswertungsrunde ein Rollenfeedback und ein Sharing.

Der Protagonist, der an dem Abend der Regionalgruppe das Tetralemma mit seinem Antagonisten durchschritten hat, war höchst zufrieden über die Klärung seines Entscheidungsprozesses.

Für die nächste Regionalgruppe wird aus aktuellem Anlass die „Lebendige Zeitung – Revisited“ von Daniel Feldhendler vorbereitet. Wir freuen uns sehr, wenn neue TeilnehmerInnen dazukommen.

An diesem nächsten DFP-Regio Treffen werden Arbeitsformen aus Morenos Tradition vorgestellt, die wenig bekannt und angewandt werden: die Lebendige Zeitung.
Eine Verbindung zwischen Arbeitsformen aus Morenos früherer Entwicklung (Stegreiftheater als Surplus-Reality) und den dramaturgischen Ansätzen von Augusto Boal (Zeitungstheater, Bildertheater) und von Jonathan Fox (Playback Theater) wird auch aufgezeigt und zur Diskussion gestellt.

Leitung: Daniel Feldhendler
Zeit: Montag 15.05.2017, 19.00 – 21.00 Uhr
Ort:
Frankfurt, Haus der Jugend

Sabine Wigard

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