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44. Konferenz der türkischen Gruppenpsychotherapeuten in Bergama

14. Juni 2019
Titel der Tagung: „My Land – Legacy from the Past“
vom 30.5. – 1.6.2019,
Bericht von Agnes Dudler
In der Türkei ist das Psychodrama sehr lebendig; die meisten der 440 Teilnehmerinnen sind inzwischen PsychodramatikerInnen, viele GruppenanalytikerInnen, manche beides.
Auf Anregung von Gretel Leutz, deren Schüler Özbek das Psychodrama in den 80er Jahren in die Türkei gebracht hat, findet dieser Kongress seit 30 Jahren im antiquen Asklepion-Heilzentrum in Bergama statt. Es ist wohl eine der wenigen Konferenzen, die im Freien tagen, in Zelten und im Schatten großer Bäume. So lebendig und intensiv hier in Workshops und kontinuierlichen Nachmittagsgruppen gearbeitet wird, so ausgelassen wird Freitagabend beim Galadinner und Samstagabend am Meer gefeiert. Jedes Jahr werden eine Reihe europäischer KollegInnen als Referenten eingeladen. Ich war jetzt zum dritten Mal dabei mit einem Vortrag und einer Gruppe. Schade ist, dass bisher so wenige deutsche KollegInnen dazukommen. Für deutsche Verhältnisse sind Tagungsgebühr (100 €) und Hotel (25 €) sehr günstig. Austausch und Kontakt sind dagegen kostbar. (Bergama liegt nicht weit von Izmir.)
Hier der Link zur Tagung aus diesem Jahr für alle Interessierten.
http://bergamakongresi2019.org/index.php/tr/kurullar/bilimsel-danisma-kurulu/26-eng

Annual Meeting der FEPTO – Mindful Action for Development – Learning of Individuals and Groups

10. Juni 2019

Die FEPTO ist die Föderation Europäischer Psychodrama-Trainings-Organisationen. Der DFP und die meisten anderen deutschen Psychodrama-Institute sind dort Mitglied. Jedes Jahr findet im Frühjahr in einem anderen Mitgliedsland eine offene Konferenz und das Annual Meeting der Mitgliedsorganisationen statt.

Dieses Jahr waren Estland und Finnland Veranstalter, der Tagungsort war Tallinn, die Hauptstadt von Estland.

Die Konferenz vom 17.5. – 19.5.19 stand unter dem Titel: Mindful Action for Development – Learning of Individuals and Groups.

Die Konferenz war mit etwa 90 Teilnehmerinnen und Teilnehmern gut besucht. Es gab drei unterschiedlich interessante Vorträge, zwei Workshopblocks und als Besonderheit sogenannte „Home Groups“, in denen es nach jedem Vortrag für 30 Minuten und nach den Workshops am Samstag für 90 Minuten zu einem intensiven Austausch kam. Agnes Dudler hielt einen Workshop zum Thema Selbstachtung („I like myself a lot, a little, not at all.“), der gut besucht und intensiv war.
Es lohnt sich sehr, bei dieser Konferenz europäischen Kolleginnen und Kollegen zu begegnen, in die europäische Szene hineinzuriechen und sich zu vernetzen.

Annual Meeting vom 19.5. – 23.5.19: From Creativity to Functionality. Prosperous Members in a Flourishing Organization
Wie in den Jahren zuvor wurde auch in diesem Jahr in Arbeitsgruppen an der Weiterentwicklung der FEPTO gearbeitet. Wesentliche Themen sind dabei die Weiterentwicklung der europäischen Trainingsstandards, die Weiterentwicklung von Psychodrama und Forschung, die Entwicklung eines europäischen Curriculums für Kinderpsychodrama, aber auch Ethik und Soziodrama. FEPTO als wachsende und sich verändernde Organisation befindet sich selbst im Wandel, weshalb eine AG sich mit der Überarbeitung der Satzung beschäftigt. Eine große Gruppe zum Thema „Sexualität“ trifft sich regelmäßig seit 2009, um die weitreichende Thematik von Trauma bis Lust zu bearbeiten und in die Weiterbildung zu integrieren.
Es wurde ein neuer Vorstand gewählt und der obligatorische Ausflug ging per Schiff nach Helsinki mit Mittag- und Abendessen an Bord. Einen Abend traf sich die „Task Force for Conflict Transformation“, die seit 2005 zusammenarbeitet. Eine konstruktive und begegnungsreiche Tagung war dies auch dank der hervorragenden Organisation. Wir tagten in angemessen edlen Räumen in einem alten Gebäude mitten in der malerischen Altstadt von Tallinn.

 

Humanistische Verfahren im Austausch: Psychodrama (PD) und Transaktionsanalyse (TA)

30. Mai 2019

Ein Beitrag von Ulla Fangauf und Katharina Grünewald vom
Fachtag der Deutschen Gesellschaft für Transaktionsanalyse 
im Januar 2019 in Frankfurt/Main: 

Workshop: „Beziehungsklärung mit der Methode Psychodrama“

Das Menschenbild der Humanistischen Verfahren, zu denen PD und TA gehören, ist ganzheitlich geprägt und ressourcenorientiert. Es geht davon aus, dass der Mensch ein kreatives und soziales Wesen ist, fähig zu Entfaltung und konstruktiver Veränderung, ausgestattet mit den erforderlichen Ressourcen, um sich – bei psychischen Störungen ggf. mit Hilfe der psychotherapeutischen Beziehung und durch spez. psychotherapeutische Interventionen – aktiv aus psychischem Leid zu befreien.

Alle Verfahren der Humanistischen Psychotherapie haben unterschiedliche Methoden entwickelt, aber alle achten auf einen kooperativen, emanzipatorischen Stil. Die TherapeutIn ist empathisch zugewandt, professionell abgegrenzt, ggf. auch konfrontativ, bietet Halt, Struktur und eröffnet Experimentierraum und Interventionen für neue Sicht- und Handlungsweisen. Die PatientIn bzw. KlientIn wird ermutigt, unklare oder unbewusste innere Prozesse emotional zu begreifen und dann kognitiv zu integrieren. Gefördert wird das Verständnis für Verantwortlichkeit für sich, für andere Menschen und für die soziale und ökologische Umwelt. 

PD und TA sind im Kreis der humanistischen Verfahren gut aufgehoben. Um die diversen Methoden besser kennenzulernen laden die Verbände hin und wieder Vertreter anderer Verfahren zu Fachtagen oder Kongressen ein. So auch im Januar 2019. Thema des Psychodrama-Workshops war das „Soziale Atom“

Das ‚Soziale Atom‘ ist das sozioemotionale System von Beziehungen zwischen Menschen, in dem sich die individuelle Persönlichkeit entwickelt und mit der ihr Lebensschicksal unmittelbar verknüpft ist. Jeder Mensch braucht lebensnotwendig andere Menschen und andere brauchen ihn. Ihre Wünsche und Bedürfnisse überkreuzen sich, bewusste und unbewusste Kräfte der Anziehung und Abstoßung finden statt. „Nicht das Individuum, sondern das soziale Atom ist die kleinste soziale Einheit“ (Moreno 1947). Ein Atom (griech: unteilbar) ist die kleinste Einheit eines Elements aus einem Atomkern und umgebenden Elektronen. Ebenso ist ein Mensch nur entwicklungs- und lebensfähig mit seinen Bezugspersonen.

Soziales Atom Ulla.png

Abb: Innerer Teil = nahe und wichtige Beziehungen
Zweiter Kreis = Freundschaften, Kollegen, entferntere Verwandte

(geringere emotionale Bedeutung) 
Männer sind als Dreiecke gezeichnet, Frauen als Kreise.

 

Zum ‚sozialen Atom‘,  gehören nicht alle Menschen, mit denen das Subjekt in Beziehung steht, sondern nur diejenigen Personen, mit denen eine emotional bedeutsame Beziehung vollzogen oder gewünscht wird. Die übrigen Personen gehören zum Bekanntschaftsvolumen. Auch verstorbene oder räumlich weit entfernte Personen können eingezeichnet werden, ebenso die Art der Beziehung (harmonisch, konfliktbelastet…) etwa als gezackte oder glatte Linien zwischen den Symbolen. 

Im Psychodrama können die nahen Bezugspersonen aufgezeichnet, mit Symbolen oder Figuren auf einer Tischbühne optisch sichtbar gemacht oder im Raum dargestellt werden (in der Gruppenpsychotherapie mit Personen, in der Einzeltherapie mit Gegenständen oder Stühlen).

Katharina Grünewald , Familientherapeutin aus Köln, (www.patchworkfamilien.com) war eine der TeilnehmerInnen im Psychodrama-Workshop anlässlich der TA-Fachtagung und berichtet im Folgenden, wie sie die Veranstaltung erlebt hat.

Erlebensbeschreibung des Psychodrama- Workshop auf der TA- Fachtagung am 25.1.2019 in Frankfurt

Psychodrama interessiert mich sehr und Elemente sind mir schon aus verschiedensten Kontexten bekannt gewesen. Deshalb freute ich mich auf ein weiteres Kennenlernen im Workshop mit Ulla Fangauf auf dem Fachtag.

I. Persönliches Erleben

Skizze – „Es geht leicht!“

Das ‚soziale Atom‘ war Thema des Workshops. Der spielerische und direkte Einstieg ins eigene Tun fiel mir sehr leicht. Ohne viel Theorie skizzierte jeder für sich sein soziales Atom auf Papier. Mir kam es vertraut vor, es erinnerte mich an systemische Genogramm- und Aufstellungsarbeit. Ich war sehr schnell fertig, wollte mich bewusst sehr spontan und ohne viel nachzudenken einlassen und war überrascht, wie viele Menschen sich in kürzester Zeit auf meinem Blatt wiederfanden. 

 Aufstellung – „Ich stehe im Mittelpunkt!“

Am besten und am schnellsten lerne ich, wenn ich aktiv am eigenen Leibe die Methode erfahre, also meldete ich mich zur Aufstellung.

Mit Ullas Hilfe baute ich also mein soziales Atom im Raum auf, suchte intuitiv die Menschen für meine Bezugspersonen aus und musste mich dabei auf die wesentlichen beschränken. Auch die Anordnung im Raum war spontan und intuitiv. Hätte ich länger darüber nachgedacht, hätte ich die Beziehung der anderen untereinander mehr mit beachtet. So war alles auf mich fokussiert und bereitete mir im Prozess etwas Schwierigkeiten, weil eine Einschärfung von früher heißt: „Stell Dich nicht in den Mittelpunkt!“

Die Vorstellung der Bezugspersonen machte Spaß. Ich freute mich, die Personen so darzustellen, wie ich wollte. Schwieriger war es allerdings dann den Satz zu hören, den die Personen zu mir sagten. Teilweise merkte man auch, dass es den Stellvertretern schwer fiel, sich an meine Anweisungen zu halten. Mir wurde bewusst, dass meine Wahrnehmung und Perspektive irgendwie nicht stimmig war. Die entsprechende Person würde den Satz in der Realität so niemals sagen. 

Durch dieses Vorgehen wurde mir (wahrscheinlich auch den anderen) sehr schnell klar, welche Beziehungen aktuell  virulent waren und sich daher in einem besonderen Maße nicht stimmig anfühlten. Das waren die Beziehungen zu meinen beiden Söhnen (13 und 16 Jahre alt) und zu meiner Schwester (3 Jahre älter als ich).

Diese Beziehungen wurden weiter vertieft. Durch das Finden von Worten und Formulierungen in einem Dialog zwischen mir und meinen Söhnen (mit jedem einzeln) kam mehr Klarheit in die aktuelle Situation der Beziehung. Ich habe Schwierigkeiten, sie loszulassen. Sie wollen mehr Freiheit, können mir aber noch nicht sicher vermitteln, dass sie die Verantwortung für sich gut übernehmen können und haben tatsächlich auch noch Schwierigkeiten, diese immer und komplett zu übernehmen. Dieser Konflikt passt in diese Lebensphase und ist Teil der Entwicklung. So ist es. Ich fühlte mich entlastet und bestätigt.

Der Dialog mit meiner Schwester war schwieriger für mich. Sie ist meine ältere Schwester und ich war früher immer froh und dankbar, wenn ich bei ihr und ihren Freundinnen sein durfte, sie mich nicht als ‚Kleine‘ ausschloss. Seit einigen Jahren haben wir ein freundschaftliches Verhältnis auf Augenhöhe. In den letzten Monaten ging es ihr allerdings wegen ihrer Ehe- und Jobkrise nicht gut und ich war viel und oft an ihrer Seite. Jetzt brauchte ich Distanz, spürte ein Bedürfnis, wieder aus dieser ‚Kümmerrolle‘ heraus zu kommen und mit meinen eigenen Bedürfnissen wahrgenommen und gesehen zu werden. Allerdings konnte ich es ihr wegen der früheren Beziehungsdynamik nicht sagen. In der Übung gelang es mir mit Hilfe von Ulla.  

II. Zusammenhang zur Transaktionsanalyse

Struktur- und Funktionsmodell

Das spontane Aufstellen ist ein sehr aufschlussreicher Prozess. Mit Hilfe des Struktur- und Funktionsmodell der Transaktionsanalyse lässt sich hier der Energiefluss zwischen den einzelnen Persönlichkeitsinstanzen gut beschreiben. Durch den spielerischen Einstieg wird die freie Kind-Ich-Instanz geweckt. Es darf Regie führen und ‚nach Lust und Laune‘ aufstellen. Doch mit der ersten Person und damit einer Beziehungsdynamik werden auch andere Instanzen aktiviert, z.B. die angepasste Kind-Ich-Instanz: „Ich brauche Schutz, mein Mann soll ganz nah bei mir sein!“ Auch die  Eltern-Ich-Instanz schaltet sich ein: „Die Kinder muss ich gut im Blick haben!“ usw…. Um die Aufgabe weiter durchzuführen, braucht man also die Erwachsenen-Ich-Instanz mit ihren sortierenden, differenzierenden und priorisierenden Qualitäten. 

Transaktionen werden ins Hier&Jetzt verlegt

Beim Aufstellen werden vorbewusste Bilder, Energien und Dynamiken auf eine bewusste Ebene transformiert. Skriptanteile werden deutlich und alte Muster, Antreiber und Einschärfungen werden durch die aktuelle Situation der Aufstellung und des Dialoges zwischen dem Aufstellenden und der jeweiligen Bezugsperson ins Hier& Jetzt gebracht. Durch die Dialogführung werden Blockaden und Beziehungsdynamiken deutlich und können hier ggf. korrigiert werden, entweder durch den eigenen erwachsenen Blick oder mit Hilfe der Therapeutin. Neue heilsame Dialoge und Verhaltensweisen werden eingeübt und der Aufstellende macht eine enttrübende Erfahrung. 

Erwachsenen- Ich-Stärkung

Ziel der Erwachsenen-Ich-Stärkung ist es, die Energie dieses Persönlichkeitsanteils zu erhöhen. Hieraus verhält sich eine Person beobachtend, interessiert, analysierend und offen. Sie prüft die Realität, hinterfragt und managt das Zusammenspiel der anderen Persönlichkeitsanteile. Optimalerweise wird hier gesteuert, welche Haltung in der jeweiligen Situation zum Zuge kommt.

Die ‘soziale Atom-Übung‘ stellt einen geschützten Raum dar: es ist ein Vertrag geschlossen worden, der es der Aufstellenden ermöglicht, sich und alte Beziehungsdynamiken zu erkunden und neue Verhaltensweisen und Perspektiven auszuprobieren. Die Erfahrungen des Perspektiv- und Rollenwechsels und des Erlebens verschiedener Ich-Ebenen sind stärkende, heilende und korrigierende Behandlungsschritte, die eine neue Grundlage zur persönlichen Ausrichtung darstellen können. 

Fazit: 

Ein Miteinander verschiedener Psychotherapiemethoden kann durchaus gelingen und sehr fruchtbar sein. Gerade die humanistischen Psychotherapiemethoden können sich wunderbar ergänzen und lassen sich aufgrund des gemeinsamen humanistischen Fundaments gut kombinieren.

In unserem Beispiel kann man sich sehr gut vorstellen, dass während und nach der psychodramatischen Darstellung Techniken/Theorie aus der Transaktionsanalyse angewendet werden können und dies die Technik ‚soziales Atom‘ um eine weitere Dimension bereichert. Voraussetzung ist immer, dass dies indiziert ist und der Therapeut, die Therapeutin alle verwendeten Verfahren beherrscht .

Anmeldung offen – Frühbucher können sich jetzt online registrieren

15. April 2019

8. – 9. November 2019, Bonn Castell

Zur Online Anmeldung geht’s hier entlang.

Frühbucher Konditionen gelten bis zum 31. Juli 2019!

 

DFP Fachtagung 2019

5. April 2019

Unter dem Motto „AUS DEM VOLLEN SCHÖPFEN“ werden in diesem Jahr die Institute ein paar ganz besondere „Schätze“ auf die Bühne bringen. Wir werden die Vielfalt der Methoden des Psychodramas erleben und viel Gelegenheit für einen intensiven Austausch unter Kollegen haben. Besonders freuen wir uns darauf, ein neues, interaktives und co-kreatives „Werkstatt“ Format gemeinsam auszuprobieren. Lasst Euch überraschen und inspirieren.

Alle weiteren Informationen findet Ihr im Programmflyer.

Bis zum 31. Juli 19 gelten die Frühbucherkonditionen. Die Anmeldung ist über das Online-Formular möglich.

Diese Workshops erwarten Euch

Achtsamkeit und Selbstfürsorge in der traumasensiblen Beziehungsarbeit - Christa Meyer-Gerlach, Alfred Hinz

Möglichkeiten szenisch kreativen Arbeitens bei schweren Belastungen

Christa Meyer-Gerlach
Dipl.-Musiktherapeutin (DMTG), Psychodrama-Leiterin (DFP), Supervisorin, Coach (DGSv), Lehrsupervisorin.
Lehrbeauftragte für szenisch-kreative Verfahren. Heilpraktikerin f. Psychotherapie (ECP), Körperpsychotherapeutin (BAPt), Psychotraumatherapeutin.
Jahrg. 1962, Hamburg.

Supervision, Coaching, Musik, Theater, Tanz, Psychotherapie

Alfred Hinz
Dipl.-Psych., Psychol. Psychotherapeut, Psychodrama-Therapeut (DFP).
Lehrbeauftrager für szenisch-kreative Verfahren. Seit vielen Jahren tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie
in einer Einrichtung für abhängigkeitskranke Männer und Frauen.
Selbständige Tätigkeit im Bereich Beratung, Coaching und Supervision.
Jahrg. 1962, Hamburg.

Psychosoziale Beratung, Psychotherapie, Suchttherapie

Forschung im Zauberwald: Spielen hilft! - Dagmar Mingers, Heidi Schaul

Evaluation einer kinderpsychodramatischen Gruppenarbeit mit Vorschulkindern

In unserem Workshop stellen wir unsere Gruppenarbeit mit Vorschulkindern vor, die wir in ihrem letzten Halbjahr vor der Einschulung in ihren sozial-emotionalen Fähigkeiten stärken wollen, da sie entweder auffälliges Verhalten zeigen oder ihnen aufgrund von belasteten Lebenslagen Entwicklungsrisiken drohen. In der Arbeit mit dieser Altersstufe bemerken wir immer wieder, wie sehr die Kinder das freie Spiel genießen, wie kreativ sie diesen Rahmen nutzen und wie leicht im Geben und Nehmen des gemeinsamen Spiels Entwicklung der Gruppe und der einzelnen Kinder gelingen kann.

Wir wollen Einblick in die Gruppenstunden geben und sie im gemeinsamen Spielen mit den TeilnehmerInnen des Workshops erlebbar machen.
Dabei wollen wir die Entwicklung eines Kindes und seiner Rollen näher beleuchten.

Seit zwei Jahren lassen wir diese Gruppenarbeit im Rahmen eines Forschungsprojekts evaluieren und möchten die ermutigenden Ergebnisse präsentieren.

Dagmar Mingers, geb. 1972, Soziale Arbeit M.A., Dipl. Musiktherapeutin, Psychodrama-Kindertherapeutin, Psychodramaleiterin für Erwachsene, Weiterbildungsleiterin am Szenen-Institut, langjährige Mitarbeiterin der Erziehungsberatungsstelle & Kinderschutz-Zentrum Aachen

Heidi Schaul, geb.1962, Dipl. Musiktherapeutin, Dipl. Klavierpädagogin, Psychodrama-Kindertherapeutin, Psychodramaleiterin für Erwachsene, Weiterbildungsleiterin am Szenen- Institut, Langjährige Mitarbeiterin der Caritas Familienberatung Aachen

Türöffner Psychodrama und Soziales Lernen für Jugendliche und junge Erwachsene - Judith Maschke

Nicht immer ist der ausgerollte Teppich zur großen Bühne die passende Einladung zum Psychodrama…

Dieser workshop bietet Ihnen die Möglichkeit, unterschiedliche niedrigschwellige
Spiele und Übungen für Jugendliche und junge Erwachsene im Gruppen- und Einzelsetting
kennenzulernen und auszuprobieren.

Diese Türöffner führen in Räume, die je nach Arbeitsfeld unterschiedlich betreten und gestaltet werden können.

Judith Maschke
Diplom-Sozialarbeiterin
Spiel- und Theaterpädagogin
Psychodrama-Kindertherapeutin (DFP/PDH)
Coach und Supervisorin (DGSv)

Lehrbeauftragte für Psychodrama mit Kindern, Jugendlichen und Familien/Duale Hochschule Baden-Württemberg
Gesellschafterin und Lehrbeauftragte/Moreno Institut Stuttgart
Freie Praxis in Stuttgart
Freiberuflerin seit 1. Mai 2000, voher in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit im Sozialen Brennpunkt
Langjährige Erfahrung mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Sozialen Brennpunkt, in der Straffälligenhilfe, im therapeutischen Gruppen- und Einzelsetting sowie in der Arbeit an unterschiedlichen Schulen, in Institutionen der Jugendhilfe und in Ausbildungsstätten.
Konzeption und Leitung der Weiterbildung Pädagogisches Psychodrama und Soziales Lernen mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen/Moreno Institut Stuttgart

www.kinderpsychodrama.de
www.JudithMaschke.de

Supervision - Coaching - Organisationsentwicklung, Person-Rolle-Organisation - Prof. Dr. Peter Wertz-Schönhagen

Grundlegende und unterschiedliche Betrachtungsweisen und Fragestellungen der Formate Supervision, Coaching und Organisationsentwicklung verstehen.
Im Workshop wollen wir uns mit der kraftvollen Wirkung des organisationalen Kontextes auf die beruflichen Rollen und Rollenspieler*Innen befassen.

Dr. Peter Wertz-Schönhagen (Moreno Institut Stuttgart)
Psychodramaleiter,
Weiterbildungsleiter u. supervisor,
Lehrsupervisor
Supervision, Coaching DGSv
Organisationberatung

Soziodrama: Organisationen zwischen Überfluss und Erschöpfung - Grit Gierth, Christoph Buckel

Wir greifen das Tagungsmotto „Aus dem Vollen schöpfen“ auf und wollen dazu soziodramatische Explorationen anstellen. Konkret heißt das, dass wir ein themenzentriertes Soziodrama durchführen und dabei gemeinsam entdecken, was es für Menschen braucht, um in Organisationen aus dem Vollen schöpfen zu können.

Menschen machen je nach Kontext ihrer Organisation ganz unterschiedliche Erfahrungen:

  • Bei den einen sind die (äußeren) Mittel knapp, aber die innere Motivation besonders hoch,
  • bei den anderen herrschen zwar an der Oberfläche goldene Zeiten, aber innerlich sind die meisten in einer Sinnkrise,
  • bei wieder anderen ist es ganz anders und doch ähnlich.

Im themenzentrierten Soziodrama stellt sich die Gruppe eine gemeinsame Forschungsfrage und erarbeitet sich durch Inszenierung und Spiel selbst immer wieder neue Antworten. Die Teilnehmer dieses Workshops werden so gleichzeitig (Mit-)Spieler und Regisseure.

Christoph Buckel, Jahrgang 1986, Diplom-Psychologe, Psychodrama-Leiter (DFP/FEPTO), Weiterbildungen in Organisationsentwicklung, Coaching und Soziodrama. Der Autor wurde in Ansbach geboren und studierte Psychologie in Landau in der Pfalz. Heute lebt er in Karlsruhe und arbeitet in Frankfurt am Main und ganz Deutschland. Nach einer selbstständigen Zeit in der Organisationsberatung ist er seit 2013 interner Berater für Veränderungsmanagement bei der DB Fernverkehr AG. Seit der Gründung 2008 ist er Mitgestalter des Psychodrama Instituts Freiburg/Heidelberg. In jüngerer Vergangenheit baut er mit Gleichgesinnten die Soziodrama Akademie auf, um diese wunderbare Moreno‘sche Spielart weiter zu verbreiten. Er glaubt an den gewinnbringenden Einsatz von Psychodrama in Organisationen – nicht nur was die Methoden angeht, sondern vor allem auch die Haltung.

Grit Gierth, geboren 1975 in Dresden, hat Geschichte und Philosophie ebenda und Jerusalem studiert. Nach einem kurzen Abstecher nach Osteuropa ist sie seit fast 15 Jahren in Berlin zu Hause und seit 2006 als selbständige Trainerin, Beraterin und Moderatorin in ganz Deutschland für NGOs und im Gesundheitssektor unterwegs. Sie ist Mitbegründerin der Soziodrama Akademie und Mitgestalterin des Psychodrama Instituts Freiburg/Heidelberg. Nach Abschluss der Basisqualifikation „Professionell mit Gruppen und Teams arbeiten“ und der Psychodrama Grundstufe am Moreno Institut Stuttgart befindet sie sich aktuell in Ausbildung zur Psychodrama-Leiterin (DFP). Das Motto des Psychodrama Instituts Freiburg/Heidelberg „Spiel dein Spiel“ ist ihr zum Leit(ungs)satz geworden.

Psychodrama-Sprache-lernen / Psychodramaturgie Linguistique, Einführung in die PDL-Methode - Lara Vincent, Robert Zammit

Die Psychodramaturgie Linguistique ist eine erlebnisorientierte Methode für Spracherwerb und -vermittlung. Sie basiert hauptsächlich auf Grundlagen des Psychodramas und der Dramaturgie, deren Prinzipien und Verfahren für den Fremdsprachenunterricht angepasst wurden.
Die PDL bietet einen neuen Zugang zur Sprache und zum Spracherwerb: eine Pädagogik des Seins. Im Mittelpunkt stehen die Teilnehmer und die Gruppe, nicht mehr das Buch oder das Programm.
Die Fremdsprache wird gelebt und erlebt. Gezielte Übungen fördern allgemein den Spracherwerb und unterstützen den Aufbau des eigenen Ausdrucksspektrums. Sie wirken sich positiv auf die Aussprache aus. Unter anderem wird ein genaueres Zuhören trainiert, sowie die Fähigkeit sich in jemanden hineinzuversetzen, die Spontaneität und die Konzentration.
In diesem Workshop erleben Sie, anhand praktischer Beispiele wie die psychodramatischen Techniken des Doppelns, Spiegelns und des Rollenspiels in den Fremdsprachenunterricht eingesetzt werden können.

  • Hatten Sie schlechte Erfahrungen beim Erlernen einer Fremdsprache?
  • Trauen Sie sich nicht die Fremdsprache zu sprechen, obwohl Sie das meiste verstehen?
  • Sind Sie neugierig, wie psychodramatische Verfahren in der Pädagogik angewandt werden können?
  • Haben Sie Lust, andere Unterrichtsformen zu entdecken?

Sie sind herzlichst eingeladen mitzumachen!

Der Workshop wird von Lara Vincent (in der Psychodrama-Weiterbildung) und Robert Zammit (Psychodramaleiter) geleitet, beide PDL-Train-the-Trainer.

LARA VINCENT

  • Ausgebildete Lehrerin für Französisch als Fremdsprache (Grenoble, Frankreich)
  • Offiziell anerkannte PDL-Trainerin, ausgebildete PDL-Train-the-Trainer
  • In der Lehrer*innen-Weiterbildung in Deutschland tätig
  • Grundausbildung im Psychodrama
  • Leiterin der Sprachschule Lara Vie PDL
  • Mitglied des Internationalen PDL-Verbandes und des DFP

ROBERT ZAMMIT

  • Ausgebildeter Trainer Englisch als Fremdsprache für Erwachsene (Cambridge English Language Teaching Adults – CELTA)
  • Ausgebildeter PDL-Trainer und PDL-Train-the-Trainer
  • In der Lehrer*innen-Weiterbildung in Deutschland tätig
  • Anerkannter Psychodrama-Leiter (Deutscher Fachverband für Psychodrama – DFP)
  • Besitzer der Sprachschule English in flow
  • Mitglied des Internationalen PDL-Verbandes und des DFP
Lässt sich die Theorie des Psychodramas verfilmen? Ergebnisse und Diskussionen zu einem Filmprojekt - Paul Gerhard Grapentin, Dr. Andreas Krebs

Von 2018 – 2019 haben wir in 4 Drehtagen die Landkarte der Psychodramatheorie, wie sie Christoph Hutter entwickelt hat, verfilmt. Wir haben ein Theater gemietet, ein Filmteam eingeladen und uns mit insgesamt ca. 35 Kolleginnen und Kollegen durch die gesamte Psychodramatheorie gearbeitet und gespielt. Wir werden erste Ausschnitte aus den Filmen zeigen, selbst ins Spielen kommen und uns anregen lassen, um über unser Verständnis von Psychodrama zu diskutieren.

Paul Gerhard Grapentin

Geschäftsführender Inhaber des Institutes für Soziale Interaktion, Theologe, Psychodrama-Leiter (DFP, ÖAGG), Supervisor, Coach (DGSv), Lehrsupervisor.
Lehrbeauftragter für Supervision, Coaching und szenisch-kreative Verfahren, Zertifikat für Kommunikation und Führung des Schulz von Thun-Institutes, Psychotherapie (HeilprG), Zertifikat in Humanistischer Psychotherapie (AGHPT), Existenzanalytischer Logotherapeut (BAPt), tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie (ECP, IGT), seit 1988 in selbständiger Praxis.
Jahrg. 1951, Hamburg.

Supervision, Coaching, Paar- und Familientherapie

Dr. Andreas Krebs

Dr. phil., Dipl.-Psych., Psychodrama-Leiter (DFP), Supervisor, Coach (DGSv), Lehrsupervisor.
Lehrbeauftragter für Supervision, Coaching und szenisch-kreative Verfahren. Selbstständige Praxis für Supervision, Beratung und Fortbildung. Interessenschwerpunkt: Väterlichkeit, männliche Sozialisation.
Jahrg. 1965, Hamburg, Ahrensburg.

Supervision, Coaching, Erwachsenenbildung

Theatrale Elemente im Psychodrama, Andrea Mink, Gabriele Stiegler

Mitgestalten: Die Werkstätten

Wir führen auf der Fachtagung ein neues Format ein: die Werkstätten. Was es damit auf sich hat, erfahrt Ihr im Video. Wichtig: Ihr könnt hier schon vorher Themen vorschlagen und bereits eingereichte Vorschläge unterstützen. Wir sind gespannt auf Eure Ideen!

 

Themenvorschläge für Werkstätten

Sortierung Status
Thema vorschlagen0/2000

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TSVG und Ausbildungsreform Psychotherapie

13. März 2019

Die Petition gegen die Einführung einer „gestuften und gesteuerten Versorgung“ im TSVG im Schulterschluss von mehr als 30 psychotherapeutischen und ärztlichen Psychotherapieverbänden (inkl. DFP e.V.) war ein großer Erfolg. Dennoch ist das Thema nicht vom Tisch und die Verbände müssen ggf. erneut Widerstand mobilisieren. Der Paragraph, der durch die Petition und anschließenden Verhandlungen aus dem TSVG gestrichen wurde, taucht nun im Referentenentwurf zum Gesetz zur Ausbildungsreform der PP und KJP wieder auf. Die dortigen Formulierungen lassen befürchten, dass nicht nur die Zuweisung der Patienten zur Psychotherapie gesteuert werden soll, sondern auch die Psychotherapie als solche. Wir werden weiter informieren und ggf. auf weitere Petitionen und Initiativen aufmerksam machen. Hier die aktuelle gemeinsame Pressemitteilung von bvvp, DPtV und VAKJP  20190307 Gem PM_TSVG Passus entfernt_ Verbände fordern Praezisierungen

Fachtagung „EvidenzBasierte Trauma Stabilisierung“

26. Februar 2019

Mit Hilfe der Europäischen Union wurde 2017 eine innovative „Erste Hilfe“ (EBTS) für traumatisierte Flüchtlingskinder und deren Mütter entwickelt. Ziel des Projektes ist die Schaffung und Implementierung eines Evidence Based Trauma Stabilization (EBTS) Trainings und Programms, welches die Fachkompetenz von Spezialist*innen, die mit Flüchtlings-, asylsuchenden und Immigrantenfamilien arbeiten, erweitert.

Neueste Erkenntnisse der Therapie- und Traumaforschung wurden in einem resilienz- und bindungsorientierten Spiel zwischen Mutter und Kind integriert mit dem Ziel, das Risiko einer posttraumatischen Belastungsstörung für Betroffene zu verringern. Nach dem Motto „spielend Heilen“ erleben traumatisierte Mütter und Kinder im Spiel Selbstwirksamkeit, Zugehörigkeit und Selbstwertstärkung. Dies bewirkt Beruhigung und Stabilisierung aller Beteiligten.

Alle weiteren Informationen findet Ihr im Flyer zur Tagung.

Psychodrama-Therapie mit Kindern – erste internationale Trainingsgruppe

26. Februar 2019

Der Kurs vermittelt die wichtigstern Prinzipien des symbolischen Spiels mit Kindern in Theorie und Praxis sowie die korrespondierenden psychodramatischen Techniken und den angemessenen Einsatz psychodramatischer Möglichkeiten sowohl in der Gruppen- als auch in der Einzeltherapie. Die Zielgruppen sind Fachkräfte, die mit Kindern pädagogisch oder therapeutisch arbeiten sowie Psychotherapeut/innen, Ärzt/innen, Psycholog/innen, psychologische Berater/innen, Sozialarbeiter/innen, Lehrer/innen und Erzieher/innen.

Die Gruppe wird geleitet von Stefan Flegelskamp und Milena Mutafchieva in Kooperation des Szenen Instiuts Köln und Cognitiva. Sie läuft über zwei Jahre mit 4 je 5-tägigen Trainigs. Start ist im Juli 2019 in Sofia (Bulgarien).

Alle weiteren Informationen findet Ihr im Flyer.

Erste Fachtagung der Arbeitsgemeinschaft tiefenpsycholgisch fundierte Suchttherapie

18. Februar 2019

Die Tagung findet vom 17. – 18. Oktober 2019 in Stuttgart statt. Alle weiteren Informationen könnt Ihr dem Tagungs-Flyer entnehmen.

Gesetz zur Reform der Psychotherapeutenausbildung – Anhörung im Bundesministerium für Gesundheit: Nachbesserungen erwünscht!

6. Februar 2019

Wie der Bundesverband der Vertragspsychotherapeuten bvvp in einer Pressemitteilung berichtet, hat am 04.Februar 19 im Bundesministerium für Gesundheit eine Anhörung auch Fachebene stattgefunden, zu dem u.a. Berufs- und Fachverbände, VertreterInnen der Bundesärzte- und Bundespsychotherapeutenkammer, der Krankenkassen, der PatientInnen, der Ausbildungsinstitute und der PsychotherapeutInnen in Ausbildung geladen waren. Vorausgegangen war, dass am 03.01.19 der von der „neuen“ Regierung lang erwartete Gesetzentwurf zur Reform der Psychotherapeutenausbildung vorgelegt worden war. Die Verbände konnten hierzu bis zum 30.01.19 schriftlich Stellung nehmen. Viele Psychotherapeutenverbände/ Fachgesellschaften sind dem nachgekommen und haben schriftlich ihre Verbesserungswünsche und Änderungsvorschläge formuliert. Recht einhellig wurde der Vorschlag eines Modellstudienganges Psychopharmakologie abgelehnt. Ansonsten gab es z.T. recht heterogene Nachbesserungsvorschläge.
Wie der bvvp, vertreten durch Robin Siegel, von der Anhörung berichtet, wurde von den Vertretern der ärztlichen und psychiatrischen Berufs- und Fachverbände die Reform “mit Vehemenz abgelehnt“. Dies wohl mit dem „Hauptargument der Patientensicherheit“. R. Siegel ist demgegenüber der Ansicht, „dass die Vorschläge des BGM bezüglich der geplanten Ausbildungsstruktur in die richtige Richtung wiesen, aber dringende Nachbesserungen nötig seien“, v.a. hinsichtlich der Finanzierung der ambulanten Weiterbildung, um nicht nach den „heutigen prekären Ausbildungsbedingungen….neue prekäre Arbeitsverhältnisse in der ambulanten Weiterbildung…“ zu schaffen.
Der Weiterbestand des Wissenschaftlichen Beirats als wichtiges Bindeglied zwischen Ärzten und Psychotherapeuten wird vom bvvp begrüßt, andere Verbände betonen auch die so garantierte Sicherstellung von Wissenschaftlichkeit und Evidenzbasiertheit der Verfahren. Einige andere Verbände fordern jedoch wie die Humanistischen Verfahren ja schon seit längerem eine gerechtere, d.h. übergreifend fachkompetentere Besetzung.
Als Schwerpunktforderung hat der bvvp die „Grundausbildung in allen vier (! D.h. auch in Humanistischen Verfahren!) psychotherapeutischen Grundorientierungen und die Vermittlung von mindestens zwei wissenschaftlich anerkannten Verfahren in vertiefenden Praxisseminaren“ gefordert. Auch eine Verlängerung des Masterstudiums um ein praxisorientiertes Semester wird vorgeschlagen, „um alle notwendigen psychotherapeutischen Inhalte angemessen abzubilden“.
Desweiteren sollen angemessene Übergangsbedingungen für derzeit in Ausbildung befindliche Ausbildungsteilnehmer geschaffen werden sowie eine bessere Finanzierung der praktischen Tätgkeit bereits jetzt und „nicht erst in 10 Jahren“.

Wir warten auf Nachrichten aus dem BMG.

Annette Bruhn

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