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2. DFP ZoomLAB – Impulsen folgen, Co-Innovation betreiben, wichtige Fragen aufwerfen

Gestern war es gut zu spüren, dass in allen Instituten in ganz Deutschland intensiv mit Zoom und Psychodrama gearbeitet und entwickelt wird. Wir waren 18 angemeldete Teilnehmer, 2 Moderatoren und 12 aktive Teilnehmer in der Session mit einem „Special Guest“ aus der Schweiz. 

Susanne Alpers (Wirtschaftspädagogin, freiberufliche OE-Beraterin, Supervisorin, Coach, Fortbildnerin + Visualisierin!) aus Frankfurt gestaltete für uns eine Prozessvisualisierung, die jedem/er eine wertvolle Gedankenstütze sein wird. Herzlichen Dank, Susanne!

Auch im LAB 2 hatten wir, die Moderatorinnen Claudia Bracht und Gudrun Koch, die Anwärmung der Gruppe mit dem Kennenlernen der Grundfunktionen von Zoom verknüpft. Dabei kam die Galerieansicht von Zoom über das AUF und ZUDECKEN der Kamera für Soziometrien zum Einsatz, ebenso wie eine gemeinsame Visualisierung auf dem Whiteboard. In Breakout Sessions ging die Anwärme und das Vertrautwerden miteinander weiter. Wünsche und Themenanmeldungen konnten auf Haftnotizen in die Kamera gehalten werden. Über die Chat Funkton wurde die Wahl durch die Gruppe initiiert.

Durch den Impuls einer Teilnehmerin aus Hamburg, die Gruppe über Bewegung noch intensiver in Kontakt zu bringen – „eben ganz so, wie wir es auch sonst im Psychodrama tun würden“ – begann die Gruppe wie ein Labor zu arbeiten, zu steuern und neues mit bekannten Übungen zu verknüpfen.

Wir haben versucht den Nachbarn mal zu berühren. Was für eine interessante Erfahrung in Zoom! Es wurden Geschenke quer über den Bildschirm gereicht. Seid gewarnt fürs Nachmachen! Da fliegen schon mal schwere Brocken direkt an euch vorbei. Zum Glück wurde keiner beim Ausweichen, Fangen und aus dem Bild springen verletzt 😉

Ermutigt und erfrischt entschied sich die Gruppe für den Versuch einer Vignette. Mit Erstaunen meldeten die Akteure zurück, dass die eingeschränkten Möglichkeiten einer Video Verbindung (im Vergleich zu einer Live Situation) reichen um als Protagonist ins Gefühl zu kommen, in übernommenen Rollen mitzufühlen, Impulse zu haben und dem Protagonisten zu ermöglichen, eine Erkenntnis für sich mit nach Hause zu nehmen.
In der Auswertung wurde uns allerdings auch sehr bewusst, dass die Gruppe, die hier gearbeitet hat, aus erfahrenen Psychodramatikern/innen bestand und dass es sicher einen Unterschied macht, mit weniger erfahrenen Teilnehmern über ein Video-Conferencing Tool zu arbeiten. Wir sind gespannt auf die Erfahrungsberichte dazu.

Gleichzeitig entstanden auch wichtige Fragen: Was macht man, wenn der Protagonist in der Arbeit aus der Leitung fliegt (wie an diesem Abend)? Wie gut können wir Protagonisten begleiten, die starke Emotionen erleben? Wie schaffen wir Schutz und Sicherheit für den Protagonisten in einer Arbeit?

Alles in allem ist es erstaunlich wie weit wir alle schon in Woche 6 der „Corona Zeit“ mit unseren Bemühungen sind, in der aktuellen Lage, kreative Lösungen zu finden.

Ich freue mich auf alle vertrauten und neuen Gesichter in LAB 3 + 4.

Herzliche Grüße
Gudrun

Termine:
ZoomLAB 3: 22.04.2020, 19 – 21 Uhr
ZoomLAB 4: 29.04.2020, 19 – 21 Uhr

Anmeldung:
Schreib eine Mail an g.koch@psychodrama-deutschland.de mit deinem Wunschtermin.
Die Einladung mit den Zugangsdaten kommt spätestens am Abend vor dem Zoom Lab Termin.
Anfragen am selben Nachmittag werden ggf. nicht mehr berücksichtigt, da ich tagsüber in Beratungen bin.
Voraussetzung für die Teilnahme ist die Mitgliedschaft im DFP (außerordentlich und ordentlich)

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