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Yaacov Naor

Im Dezember 2018 verstarb Yaacov Naor im Kreis seiner Lieben. Mit Yaacov hat die internationale Psychodrama-Gemeinschaft einen engagierten Kollegen verloren. Er war auf vielen internationalen Konferenzen vertreten, hat bei FEPTO und IAGP im Vorstand mitgewirkt. Manche Feier hat er mit Trommeln bereichert.

Yaacov, 1949 in einem Camp für Displaced Persons am Bodensee geboren, hatte als Kind zweier Holocaustüberlebender kein einfaches Leben. Das hat ihn aktiv und zu einem begnadeten Psychodramatiker werden lassen. Er lebte mit seiner Familie in der Nähe von Tel Aviv. 

Unerschrocken und mit Feingefühl hat er sich zeitlebens für Unterdrückte (auch palästinensische), Minderheiten und Frieden eingesetzt. Nicht nur in Deutschland hat er jahrzehntelang zunächst mit Hanni Lewerenz und mit Hilde Gött zusammen die Seminarreihe „Confronting  the Holocaust“ durchgeführt. 

Bei PIfE, Szenen und dem Moreno Institut Stuttgart war er gern gesehener Gast für politische und transgenerationale Themen. 

Stefans und meine Arbeit in Gaza hat er stets begrüßt und im Rahmen seiner Möglichkeiten gefördert. Er war kein einfacher Zeitgenosse, aber seine schwierigen Seiten wurden durch viel Liebe und Kreativität mehr als aufgewogen.

Wir vermissen ihn.

Bonn, den 4. Februar 2019    Agnes Dudler

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