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Kongress der AGHPT in Berlin „Fühlen und Erleben in schwierigen Zeiten“

Vom 7. bis zum 10. September wurde es an der FU und dem Seminaris Tagungshaus in Berlin humanistisch. Fühlen und Erleben war schon donnerstags am Vorkongresstag im Vordergrund. Eine bunte Mischung von bereits lange arbeitenden Humanistischen Psychotherapeuten, Beratern, Supervisoren bis hin zu jungen StudentInnen konnten sich vertiefter den ganzen Tag mit Körperpsychotherapie, gestalttherapeutischem Familienstellen, mit Phänomenologie und mit strukturellen Störungen beschäftigen.

Am Freitag und am Samstag gab es morgens vier Vorträge und nachmittags jeweils 13 Workshops, auf die sich die über 400 TeilnehmerInnen aufteilten. Auch hier machten sich neben allgemeinen Vorträgen wie z.B. von Alfred Längle und Manfred Thielen auch störungsspezifische Betrachtungen breit wie z.B. als Martha Hüsgen-Adler über strukturelle Störungen sprach, Silke Gahleitner über Traumatherapie bei Kindern und Jugendlichen und ein besonderes High-light Bärbel Wardetzki über weiblichen Narzissmus. Bei den Workshops hat Dr. Urlike Fangauf bei über 50 TeilnehmerInnen das Soziale Atom vorgestellt und wie man ganz praktisch in der Gruppe und der Einzeltherapie damit arbeiten kann. Ernst Diebels und Anatoli Pimenidou leiteten ebenfalls sehr stark besuchte Workshops jeweils über Gruppenkohäsion und Teamkohäsion und Traumapsychotherapie. Wie geht das humanistisch, war bei den über 25 Workshops immer anschaulich zu sehen.

Ernst Diebels hat samstags abends bei einer Therapieprozessdiskussion die Behandlung von strukturellen Störungen im Psychodrama beschrieben anhand eines konkreten Falles neben Vertreter der anderen sechs humanistischen Methoden. Emotional wurde es als samstags bei einem Live-Video-Interview Irvin Yalom vom älter werden sprach. Und ganz konkret als Leslie Greenber über primäre Emotionen und wie Weiterentwicklung stattfinden kann. Und neben den wunderbaren Vorträgen, die auch sonntags stattfanden, bot die Podiumsdiskussion die der Vorsitzende der AGHPT Manfred Thielen leitete mit Vertretern der Humanistischen Psychotherapie, der Verhaltenstherapie der Psychodynamischen Psychotherapie und dem Präsidenten der Bundespsychotherapeutenkammer Dr. Dietrich Munz sehr tiefe Einblicke in die Machtkämpfe die im Wissenschaftlichen Beirat Psychotherapie (WBP) stattfinden und die nicht nur wissenschaftlicher Natur sind.

Donnerstags abends fand auch die Mitgliederversammlung der AGHPT statt: Wir hoffen Alle, dass der WBP am Montag den 11. September bei seiner Sitzung nach wissenschaftlichen Kriterien positiv für den Antrag der Humanistischen Psychotherapie entscheidet. Die Studienlage müsste den WBP überzeugen!!! Und es wurden Feinheiten über das Curriculum Humanistische Psychotherapie besprochen. Hier können wir mit Stolz sagen, dass das Psychodrama Institut ISI-Hamburg eines der ersten Humanistischen Institute ist, das diese Curriculum bereits durchführt zum zweiten Mal. (Bis zur Abgabe dieses Artikels gab es noch keine offizielle Antwort des WBP. Wieso die Sitzungen nicht öffentlich sind, ist unter wissenschaftlichen, transparenten Kriterien nicht zu versehen.)

Die Delegierten: Anatoli Pimenidou, Ernst Diebels

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